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26.10.2002 20:54

[ Hannes Knittelfelder ]

[ Berufsverband für pädagogisch orientierte Begleitung von Menschen mit Behinderung ]


Ich bin kein Behindertenpfleger


Dr. Werner Fasslabend (ÖAAB) bezeichnet uns als Behindertenpfleger und fordert eine 3-jährige berufsbegleitende Ausbildung.


Mit Erschrecken musste ich zur Kenntnis nehmen, dass Dr. Werner Fasslabend, Bundesobmann des ÖAAB, und somit als Vertreter der ArbeiterInnen und Angestellten sehr wenig Ahnung über die Situation der Angestellten in der Arbeit mit behinderten Menschen und deren Ausbildung hat. In einer Pressemeldung vom 25. Oktober 2002 über das geplante Sozialbetreuungs-Berufe-Gesetz bezeichnet er uns als "Behindertenpfleger". In der gemeinsamen Pressekonferenz mit ÖVP-Generalsektretärin Maria Rauch-Kallat fordert er weiters die Einführung einer 3-jährigen berufsbegleitenden Ausbildung zur/m Dipl. SozialfachbetreuerIn.

In den 60er und 70er Jahren - also schon vor geraumer Zeit - wurden wir so bezeichnet. Seit über 25 Jahren Jahren gibt es - in immer wieder überarbeiteter Form - die Ausbildung zur/m Dipl. BehindertenpädagogIn (auch berufsbegeleitend) und zur/m BehindertenbetreuerIn.

Behinderte Menschen stellen seit Jahrzehnten die Forderung nach weniger Betreuung und mehr Begleitung, noch immer von "Behindertenpflege" zu sprechen diskriminiert nicht nur diese Menschen sondern setzt auch das Berufsbild der BegleiterInnen in der Behindertenarbeit sehr weit herab. Eine Aufwertung dieser qualifizierten Arbeit und Ausbildung ist unser Ziel. Ich setze mich gegen diese abwertenden Aussagen zur Wehr und hoffe, es gibt noch viele, die sich mir anschließen.



zu diesem Thema:

[09.01.2003] Arbeitsbericht 2002

[19.03.2002] Arbeitsbericht 2001

[01.03.2007] Soziale Lehre

[02.07.2002] Berufsbild ?!

[01.05.2000] Das Gute daran ?