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30.10.2002 09:59

[ Patricia Hladschik ]

[ Entwicklungspartnerschaft QSI ]


"Im Bereich der Pflegeberufe ist der Anteil des Gebens ungleich höher als der des Nehmens"


So eine der Kernaussagen von ÖAAB Bundesobmann Dr. Werner Fasslabend, der am 25.10. in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat eine Neugestaltung der Ausbildung und der Strukturen in den Pflegeberufen fordert.


Es ist schade, dass Fasslabend Sozial- oder Pflegeberufe automatisch mit den Stichworten Frauenarbeit, Ehrenamt und Geben verbindet. Die Verwendung der Bezeichnung "BehindertenpflegerIn" lässt uns vermuten, dass er bislang noch wenig Zeit gefunden hat, sich über die Tätigkeit der ArbeitnehmerInnen im Bereich der Arbeit mit behinderten Menschen und deren Ausbildung zu informieren. Denn es geht eben nicht ausschließlich um Pflege, sondern um Begleitung, Assistenz, individuelle Hilfe und Entlastung. Dieser Paradigmenwechsel war und ist für behinderte Menschen und ArbeitnehmerInnen im Bereich der Integration die Conditio sine qua non.

Diesen Wechsel vom Bild des armen, pflegebedürftigen, behinderten Menschen, für den andere wissen was gut ist, hin zu einem Bild des/r ExpertIn in eigener Sache, des/r DienstgeberIn, des/r selbstbestimmten KundIn auch in den notwendigen Ausbildungen zu begleiten, hat sich das Projekt QSI unter anderem vorgenommen. Im Rahmen der europäischen Gemeinschaftsinitiative Equal leistet QSI durch Qualitätsunterstützte Ausbildungen für Beschäftigte in der Integration behinderter Menschen im dritten Sektor einen Beitrag zur Professionalisierung und zur Durchbrechung von Diskriminierungsketten.


Mail an:

qsi@ioe.at


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