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13.05.2005

[ Philip König ]

[ Redaktion ]


Nationalrat genehmigt Vereinbarung über Sozialbetreuungsberufe


Die Vereinbarung nach Abs. 15a B-VG zwischen Bund und Ländern über die Vereinheitlichung der Ausbildungsstandars in den Sozialbetreuungsberufen fand die Zustimmung aller Abgeordneten.


Der Pressedienst des Parlaments meldet dazu folgendes:

Abgeordnete SCHEUCHER-PICHLER (V) führte aus, mit der vorliegenden Bund-Länder-Vereinbarung würden einheitliche Grundsätze für die Ausübung von Sozialbetreuungsberufen geschaffen. Überdies werde die gegenseitige Anerkennung von Ausbildungen bundesländerübergreifend gewährleistet. Die Ausbildung soll Scheucher-Pichler zufolge in Form von Ausbildungsmodulen erfolgen.

Abgeordneter SPINDELBERGER (S) signalisierte die Zustimmung der SPÖ zur vorliegenden Vereinbarung, da diese, wie er sagte, ein Schritt in die richtige Richtung sei. Positiv bewertete Spindelberger unter anderem die vorgesehenen einheitlichen Ausbildungsstandards, er kritisierte allerdings, dass die Berufsbilder zu wenig differenziert seien und es zu wenig Kompetenzabgrenzungen zwischen den einzelnen Sozialberufen gebe.

Abgeordneter WALCH (F) qualifizierte die vorliegende Vereinbarung positiv und hob unter anderem hervor, dass künftig die Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Sozialberufen gewährleistet sei und Doppelgleisigkeiten beseitigt würden.

Abgeordnete HAIDLMAYR (G) machte darauf aufmerksam, dass eine Altenhelferin bisher bei einem Arbeitsplatzwechsel in ein anderes Bundesland als Hilfsarbeiterin eingestuft worden sei, weil Ausbildungen nicht österreichweit anerkannt würden. Künftig solle sich das durch die vorliegende Bund-Länder-Vereinbarung ändern. Haidlmayr zufolge ist es allerdings wichtig, genau zu beobachten, ob die vereinbarten Bestimmungen von den Ländern auch tatsächlich umgesetzt würden. Für notwendig erachtet sie darüber hinaus einen Kollektivvertrag für Sozialbetreuungsberufe, der auch Fortbildungs- und Karenzierungsansprüche beinhalten müsse, um burn-out-Syndrome zu vermeiden.

Abgeordneter WÖGINGER (V) erinnerte angesichts der demographischen Entwicklung an die zunehmende Bedeutung der Sozial- und Pflegeberufe und appellierte an die Länder, die diesbezügliche Ausbildung berufsbegleitend ermöglichen, um die notwendige Mobilität sicherzustellen.

Staatssekretärin HAUBNER sah die Harmonisierung bei den Sozialberufen als Voraussetzung für eine bessere Mobilität und hielt es insbesondere für wichtig, im Bereich der Heimhilfe eine Basisausbildung anzubieten. Die Länder rief Haubner auf, die vorliegende Vereinbarung nun rasch zu ratifizieren.

Abgeordnete RIENER (V) begrüßte die Vereinheitlichung der Ausbildung, von der sie sich neben einer Qualitätssteigerung auch bessere Berufschancen für die Frauen erwartete.



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