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Datum: 02.02.2011

Der Mikrokredit: Chance für benachteiligte UnternehmensgründerInnen

Kleinkredite mit günstigen Konditionen sollen benachteiligten Menschen die Chance geben, sich durch Selbstständigkeit eine Existenz aufzubauen. Auf einer Pressekonferenz wurde heute das Projekt Der Mikrokredit vorgestellt. behindertenarbeit.at war dabei.

Im Mai 2010 startete das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz das österreichische Pilotprogramm Der Mikrokredit zunächst für die Bundesländer Wien und Niederösterreich.

Beschäftigungslose oder von Beschäftigungslosigkeit bedrohte Personen, am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen, von Armut betroffene oder bedrohte Personen sowie Menschen mit erschwertem bzw. ausgeschlossenem Zugang zum klassischen Kreditmarkt können über den Mikrokredit des Sozialministeriums, Kapital für die Unternehmensgründung bekommen. Einzelpersonen bekommen bis zu 12.500 Euro, Personengesellschaften bis zu 25.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ein Muss für AntragstellerInnen: ausreichend fachliche und kaufmännische Kenntnisse und eine gut ausgearbeitete Geschäftsidee.

BM Hundsdorfer: „Kürzlich ist es uns gelungen, die ERSTE Bank für dieses Projekt zu gewinnen. Dies erlaubt es uns, diese Aktion über Wien und die Steiermark hinaus auch in den Bundesländern Niederösterreich und Burgenland anzubieten.“

ERSTE Generaldirektor Treichl: „Dies ist für uns als Sparkasse ein Teil unserer Unternehmensphilosophie. Wir sind vor 200 Jahren gegründet worden, um Menschen zu helfen, die in eine Notlage geraten sind bzw. keinen Zugang zu Finanzprodukten bekommen haben.“

Sechs österreichische Stiftungen (Essl Foundation, Gerald Schweighofer Privatstiftung, Katharina Turnauer Privatstiftung, Rudolf Humer Privatstiftung, Unruhe Privatstiftung sowie Erste Stiftung) die sich zur Förderung des Gemeinwohls zusammengeschlossen haben, stellen die für die Kreditvergabe notwendige Garantieeinlage zur Verfügung. Die Wiener Städtische Versicherung übernimmt die Kreditrestschuldversicherung für die JungunternehmerInnen.

Seit Mai 2010 wurden aus ca. 1800 Anfragen, 145 Anträge eingereicht. Daraus wurden bereits 40 Kredite ausbezahlt, 40 weitere werden bald folgen. Bislang gibt es keine Ausfälle. Die Laufzeit des Mikrokredits erstreckt sich auf maximal 5 Jahre. Die ersten sechs Monate können tilgungsfrei vereinbart werden. Es fallen keine Bearbeitungsgebühren an. Es wird ein fixer Zinssatz für die gesamte Laufzeit garantiert.

Das BMASK verspricht eine unbürokratische Antragstellung sowie Unterstützung bei den Unterlagen, dem Businessplan und der Kalkulation durch die ÖSB Consulting GmbH. Das GründerInnenzentrum für Menschen mit Handicap ist ein Kooperationspartner des Projekts und hilft u.a. bei der Erstellung der Antragsunterlagen.

Links:
www.dermikrokredit.at
www.grueze.at


Quelle: bmask.gv.at
AutorIn: Isabell Supanic
Zuletzt aktualisiert am: 02.02.2011
Artikel-Kategorie(n): Arbeitsintegration und unterstützte Beschäftigung, News
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