Datum: 26.10.2010

Unfallversicherung für Menschen in Beschäftigungstherapie

Kleiner Schritt Richtung „Normalisierung“ der sozialen Absicherung – Kosten sind von den Trägern zu bezahlen

Durchwegs positive Reaktionen seitens der Politik und der Behindertenorganisationen rief die jüngste Bekanntgabe von Gesundheitsminister Stöger hervor, dass nun Menschen, die in einer Beschäftigungstherapie tätig sind, in die Allgemeine Unfallversicherung miteinbezogen sind. Für etwa 20.000 Menschen in Österreich gilt diese Regelung nun.

Vorteile bringt die Unfallversicherung aber nicht nur den behinderten Menschen sondern auch den Organisationen, da die Haftpflicht während der Beschäftigung und auf dem Weg zum Beschäftigungsort nun auf die AUVA übergeht.

Dieser Schritt Richtung „Normalisierung“ von behinderten Menschen, die nicht am ersten Arbeitsmarkt beschäftigt sind, ist jedoch nur ein kleiner. Denn immer noch fehlt die gesetzliche Pensionsversicherung für diese Personen.

Kosten für Unfallversicherung zahlen Trägerorganisationen

Auf Rückfrage beim Ministerium erhielt behindertenarbeit.at die Auskunft, dass die Kosten für die Versicherung am Werkstättenplatz und am Weg dorthin 12 Cent pro Person und Tag betragen. Diese Kosten sind vom jeweiligen Beschäftigungstherapie-Träger zu bezahlen.

Finanzierung noch offen

Für die Finanzierung der Versicherungskosten, die in Summe immerhin etwa 500.000 Euro im Jahr betragen werden, gibt es laut Ministerium jedenfalls keinen Plan.


Quelle: APA, Gesundheitsministerium
AutorIn: Redaktion
Zuletzt aktualisiert am: 04.06.2015
Artikel-Kategorie(n): Arbeitsintegration und unterstützte Beschäftigung, News
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