Die friedensflotte mirno more ist das weltweit größte Segelprojekt für sozial oder wirtschaftlich benachteiligte Kinder und Jugendliche. Jedes Jahr stechen rund 100 Schiffe mit rund 1.000 Menschen an Bord in See, heuer von 13. bis 20. September entlang der kroatischen Küste.
Ziel der erlebnispädagogischen Flottenwoche: Integration, Inklusion und Solidarität erlebbar machen und Ausgrenzung sowie Vorurteile „über Bord werfen“.
Seit über 30 Jahren ermöglicht der Verein Kindern und Jugendlichen aus rund 30 Nationen eine besondere Erfahrung. Mit an Bord sind unter anderem Kriegswaisen, Kinder mit Fluchterfahrung und junge Menschen mit Behinderungen,
Leben an Bord: Gemeinsam stark
Das Leben auf den Schiffen macht den Wert von Zusammenhalt unmittelbar erfahrbar, vom gemeinsamen Kochen bis zum Segelsetzen. Begegnungen zwischen unterschiedlichen Nationalitäten, Sprachen und Lebensrealitäten fördern gegenseitige Toleranz und Respekt. Die inklusive Gestaltung der Woche stärkt die Selbstwirksamkeit der Teilnehmer:innen und gibt ihnen neues Selbstvertrauen.

Bildquelle: Friedensflotte mirno more
„Wer sonst benachteiligt ist, steht bei uns im Mittelpunkt. Die Flottenwoche lässt die Kinder für eine Zeit die Sorgen und Probleme ihres Alltags vergessen. Sie schließen Freundschaften über alle vermeintlichen Unterschiede hinweg. Es ist jedes Jahr berührend zu sehen, was die Woche bewirkt, wie sehr die Kinder wachsen und dass sie neuen Mut mit nach Hause nehmen“, erklärt Andreas Bauer, Vorstandsvorsitzender des Vereins.
Von drei Schiffen zu einer internationalen Flotte
Die Initiative begann 1994 mit drei Schiffen und einigen Freiwilligen, um geflüchtete junge Menschen aus den ehemaligen Kriegsgebieten Ex-Jugoslawiens zusammenzubringen. 30 Jahre später ist nun das Projekt zu einer internationalen Plattform herangewachsen, die von Organisationen und Partnervereinen aus Kroatien, Bosnien, Serbien, Slowenien, der Slowakei, der Ukraine, Deutschland und Österreich unterstützt wird.

Bildquelle: Friedensflotte mirno more
Aus Österreich nehmen u.a. Kinder und Jugendliche der MA 11 Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Wien, aus SOS-Kinderdörfern und von der Caritas teil. Begleitet werden sie von Skipper:innen, Pädagog:innen, Dolmetscher:innen sowie einem Organisations- und Safety-Team. Finanziert wird das Projekt ausschließlich durch Spenden und die Unterstützung von Sponsor:innen.
Programm-Highlights 2025
Die Segelwoche startet am Samstag in den jeweiligen Heimathäfen, am Sonntag versammeln sich alle Schiffe in Rogoznica. Zu den besonderen Programmpunkten zählen:
- Rätsel-Segelrallye nahe Trogir
- Strandpicknick mit Sonnenuntergang in der Bucht von Kaštela
- Friedensfest mit Bühnenprogramm, gestaltet von den Kindern und Jugendlichen selbst
- Formationsfahrt: Alle 100 Schiffe setzen zeitgleich ihre Segel in der Bucht von Split – ein starkes Friedenssymbol

Bildquelle: Friedensflotte mirno more
Am Freitag geht es zurück in die Heimathäfen, am Samstag treten die Teilnehmer:innen die Heimreise an, mit neuen Freundschaften, Selbstvertrauen und unvergesslichen Erinnerungen.
Link
Quelle
friedensflotte mirno more via OTS.at | 10.09.2025
13.000 Menschen setzen Zeichen für den Frieden
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20250910_OTS0040/
AutorIn: Redaktion
Zuletzt aktualisiert am: 13.09.2025
Artikel-Kategorie(n): News, Soziale Arbeit und Begleitung
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