Wie der ORF am 22. Oktober 2025 berichtet, hat die Bundesregierung die im Frühjahr angekündigte Ausweitung der Schwerarbeit-Regelung auf Pflegeberufe nun offiziell beschlossen.
Der Ministerrat hat die entsprechende Verordnung per Umlaufbeschluss abgesegnet, damit können Pflegekräfte, die ausreichend Versicherungsjahre aufweisen, künftig früher in Pension gehen.
Inkrafttreten bereits kommendes Jahr
Die Neuregelung tritt mit 1. Jänner 2026 in Kraft und umfasst folgende Berufsgruppen:
- Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen
- Pflegefachassistent:innen
- Pflegeassistent:innen
Auch Teilzeitkräfte sollen künftig profitieren, und zwar ab einem Beschäftigungsausmaß von 50 Prozent. Zudem wird die Zahl der erforderlichen Schwerarbeitstage pro Monat von 15 auf 12 reduziert, wie Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) erklärte.
„Akt der Wertschätzung“
Schumann bezeichnete die Reform als „notwendigen Akt der Wertschätzung“ und verwies darauf, dass diese Anpassung eine langjährige Forderung der Arbeiterkammer und der Gewerkschaften gewesen sei.
Auch ÖVP-Klubobmann August Wöginger zeigte sich zufrieden und sprach von „Versprochen – gehalten“. Er kündigte an, künftig auch andere Berufsgruppen auf eine mögliche Einbeziehung in die Schwerarbeitsregelung zu prüfen.
Johannes Gasser, Sozialsprecher der NEOS, begrüßte die Einigung ebenfalls und hob besonders die Senkung der notwendigen Arbeitstage hervor.
Fazit:
Die beschlossene Ausweitung der Schwerarbeitsregelung auf Pflegeberufe wird als wichtiger Schritt zur Anerkennung der hohen körperlichen und psychischen Belastung in der Pflege gesehen. Ab 2026 können damit auch Teilzeitkräfte von der neuen Regelung profitieren und früher in Pension gehen.
AutorIn: Redaktion
Zuletzt aktualisiert am: 22.10.2025
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