Die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs macht von 18. bis 20. Februar auf der Zero Project Conference in der Wiener UNO-City auf ein zentrales Thema aufmerksam: digitale Zugänglichkeit. Die Veranstaltung, die Experten, Innovatoren und Entscheidungsträger zusammenbringt, bietet eine Plattform für den Austausch über inklusive Technologien und deren gesellschaftliche Relevanz.
Die Hilfsgemeinschaft ist nicht nur mit einem Infostand vertreten, sondern bringt auch ihre Expertise in verschiedenen Panels ein. Themen wie Smart Cities, digitale Lösungen und KI-Assistenzsysteme stehen im Mittelpunkt. Klaus Höckner, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende und nationale Botschafter von AccessibleEU, leitet dabei drei Sessions. Seine Botschaft ist klar: „Digitale Innovation muss inklusiv sein, damit Lösungen für alle nutzbar werden und langfristig gesellschaftlich wirken.“
Das Engagement der Hilfsgemeinschaft wird auch von Elmar Fürst, dem Vorstandsvorsitzenden, unterstützt, der die Zero Project Conference als ein Forum für inklusive Entwicklungen bezeichnet. „Wir gestalten Veränderungen aktiv mit und fördern Barrierefreiheit als gesamtgesellschaftliches Zukunftsthema“, betont er. Dieser Ansatz ist von großer Bedeutung, da Unternehmen verlässliche Leitlinien für digitale Zugänglichkeit benötigen. Werner Rosenberger, ein Experte für digitale Barrierefreiheit, erklärt: „Standards und Zertifikate können genau das leisten.“
KI unterstützt Teilhabe
Ein Highlight des Beitrags der Hilfsgemeinschaft ist die Präsentation moderner, teils KI-gestützter Lesegeräte durch Christian Zehetgruber, Geschäftsführer von Videbis. Er hebt hervor, dass der ganzheitliche Ansatz, der von individueller Beratung über Schulungen bis hin zur Produktentwicklung reicht, essenziell ist, um die Bedürfnisse von Menschen aller Altersgruppen zu berücksichtigen.
Zusätzlich ist auch die IAAP D-A-CH anwesend, die sich in ihrer diesjährigen Session den technologischen Lösungen für mehr digitale Zugänglichkeit widmet. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Teilnahme der Hilfsgemeinschaft ist die Vorstellung von Bildungsinitiativen, darunter ein Erasmus+ Projekt, das Bildungsreisen für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen fördert und von der EU kofinanziert wird. Diese Initiative zielt darauf ab, Austausch und Qualifizierung zu stärken.
Die aktive Teilnahme an der Zero Project Conference unterstreicht die Rolle der Hilfsgemeinschaft als Mitgestalterin einer inklusiven Gesellschaft. Ihre Arbeit zeigt, wie technische Innovationen und gesellschaftliches Engagement Hand in Hand gehen können, um eine barrierefreie Zukunft zu gestalten.
Mehr zur Zero Project Conference 2026 (Englisch):
zeroproject.org/conferences/zero-project-conference-2026
AutorIn: Redaktion
Zuletzt aktualisiert am: 20.02.2026
Artikel-Kategorie(n): News, Selbstbestimmtes Leben
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