Datum: 16.09.2012

integra-Messe zeigt richtigen Umgang mit Demenzkranken

Die Diagnose Demenz birgt für Betroffene und Angehörige große Herausforderungen. Angesichts der steigenden Erkrankungen reagiert die integra, Österreichs führende Messe für Pflege, Reha und Therapie in Wels, mit einem Schwerpunkt auf den richtigen Umgang mit der neuen „Volkskrankheit“.

Den Schlüssel verlegen, sich plötzlich nicht an den jahrelang verwendeten Pincode oder die Kontodaten erinnern – Wie unangenehm Vergesslichkeit ist, kennen wir aus eigenen Erfahrungen. Dass sie mit dem Alter häufiger wird, ist weitläufig bekannt und wird meist erst dann thematisiert, wenn sie bereits den Alltag beeinträchtigt. Oft ist sie auch ein Anzeichen für eine Demenzerkrankung. Der „Erste Österreichische Demenzbericht“ legt dar: Rund 100.000 ÖsterreicherInnen leiden derzeit an kontinuierlichem Absterben von Nervenzellen. Vielerorts spricht man dabei schon von der „Volkskrankheit Demenz“.

Anzahl der Erkrankten steigt

Der Demenzbericht prognostiziert für das Jahr 2050 eine Verdoppelung, vielleicht sogar eine Verdreifachung, dieser Anzahl. Angesichts dieser Entwicklung legt die integra, als Messe für Pflege, Reha und Therapie, einen Schwerpunkt auf das Thema. Das FORUM „Angehörige pflegen“ bietet dazu während der drei Messetage, vom 19. bis 21. September, Filmvorführungen, Vorträge, Workshops und Beratungsangebote, welche – zum Teil kostenlos – die wesentlichen Fragestellungen thematisieren. Erfahrene ReferentInnen geben dabei fachkundige Auskunft für Betroffene, Angehörige und Fachpersonal.

Mangel an Aufklärung

„Es ist falsch, angesichts des Anstiegs an Demenzerkrankten in Panikmache zu verfallen“, beruhigt Messeorganisator Günther Stelzmüller. Die Entwicklung zeigt aber auf, wie wichtig es ist, sich jetzt und nicht erst später mit Ursachen, Therapien und den Bedürfnissen der Betroffenen zu befassen. Auch der Demenzbericht zeigt, dass vor allem der Zugang zu und die entsprechenden Informationen über Angebote fehlen. „Wir hoffen daher, dass viele – auch in präventiver Hinsicht – das kostenlose Angebot des FORUM „Angehörige pflegen“ nutzen werden.“

Filmratgeber im integra-Kino

Zwölf Themenfilme bieten Ratschläge zur häuslichen Pflege von Menschen mit Demenz. Das Filmkonzept ist bisher einmalig: Spielfilmszenen, die sehr anschaulich typisches Verhalten zeigen, werden mit konkreten Hilfestellungen von ExpertInnen und Betroffenen kombiniert. Die ProduzentInnen stellen dieses umfangreiche, niederschwellige Medium erstmals und kostenlos auf der integra vor.

Wir empfehlen folgende Vorträge & Workshops zum Thema Demenz:

  • DDr.in Ursula Naue: „Leben mit Demenz – Fragen des Selbst und das Konzept persönlicher Verantwortung für die eigene Gesundheit“, als Workshop am Donnerstag um 14 Uhr sowie als Vortrag am Donnerstag um 11 Uhr
  • Thomas Brauer: „Sprache und Demenz“, als Workshop am Freitag um 10 Uhr sowie als Vortrag am Donnerstag um 14 Uhr
  • Thesi Zack: „Bewegte Brücken bauen zu Menschen mit Demenz“, als Workshop am Mittwoch um 11 Uhr sowie als Vortrag am Mittwoch um 15 Uhr

(Der Eintritt zur integra-Messe befugt zum Besuch der Vorträge. Die Anmeldung zu einem Workshop kostet 10 Euro.)

Was ist Demenz?

Demenz umfasst eine Vielzahl geistiger Degenerationserscheinungen mit unterschiedlichen Ursachen. Betroffene leiden üblicherweise an einer Verschlechterung der Gedächtnisleistungen, des Denkvermögens, der Sprache und des praktischen Geschicks. Auch das Verhalten der Erkrankten verändert sich – Aggressionen und Depressionen sind häufig auftretende Erscheinungen. Die Erkrankung verläuft als Prozess und wird währenddessen auch von den Betroffenen bewusst wahrgenommen. Im fortschreitenden Stadium benötigen sie zunehmend Hilfe bei alltäglichen Tätigkeiten bis hin zur dauerhaften Beaufsichtigung und Betreuung. Aktuell leiden laut einer Erhebung aus dem Jahr 2009 etwa 100.000 ÖsterreicherInnen an einer Form der Demenzerkrankung.

ExpertInnen-Interviews

Gerne stellen wir für Sie Kontakt zu unseren fachkundigen ReferentInnen her. Vorort stehen Ihnen folgende Personen für Gespräche zur Verfügung:

  • DGKS Veronika Leitner, DGKS Maria Gramer und DGKS Anneliese Dunzinger-Hinterhölzl von der Pflegewerkstatt der Elisabethinen Linz
  • Marlene Mayr und Mag. Martin Eilmannsberger von der Caritas-Servicestelle für Pflegende Angehörige

Links

Informationen zu den einzelnen Filme auf www.integra.at/themenfilme

Alle Workshops und Vorträge auf www.integra.at/bildungsprogramm

Generelle Informationen auf www.integra.at !


Quelle: integra Presseinformation
AutorIn: integra Presseinformation
Zuletzt aktualisiert am: 16.06.2017
Artikel-Kategorie(n): News, Soziale Arbeit und Begleitung
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