Datum: 04.06.2013

Wer sich auskennt, kann besser helfen: „Protect“ sucht Freiwillige mit Migrationshintergrund

„Was passiert, wenn etwas passiert ist?“ Im Fall eines Notfalls stehen manche MigrantInnen-Gruppen nicht nur vor einer sprachlichen Barriere, sondern auch vor einem komplett unbekannten System.

Im Rahmen des EU-geförderten Projekts „Protect“ können sich Freiwillige mit Migrationshintergrund deshalb nun beim Wiener Roten Kreuz zu „Hilfe im Notfall“-TrainerInnen ausbilden lassen, um oft lebensrettendes Wissen in „ihre“ Communities zu tragen.

„Wer sich auskennt, kann besser helfen“ – unter diesem Motto sucht das vom Wiener Roten Kreuz getragene EU-Projekt „Protect“ Personen mit Migrationshintergrund, die sich in Wien als freiwillige „Hilfe im Notfall“-TrainerInnen engagieren möchten. Das Ziel: Durch Vorträge in MigrantInnen-Vereinen wichtige Tipps und grundlegendes Wissen zu vermitteln, wo und wie nach Unfällen Hilfe geholt und geleistet werden kann und welche Ansprechpartner es in Wien in Notfällen gibt.

„Was passiert, und was muss passieren, wenn eben etwas passiert ist – das ist salopp formuliert das Wissen, dass das Projekt in verschiedenen migrantischen Communities verbreiten möchte“, so Karl-Dieter Brückner, Projektleiter von „Protect“ beim Wiener Roten Kreuz. „Wir wollen für diese freiwillige Aufgabe aktiv Personen aus verschiedensten Kulturgruppen ansprechen und ausbilden –denn diese kennen sich dann doppelt aus: einerseits durch die Ausbildung, und andererseits aus ihrem persönlichen Zugang zu den Kulturkreisen der Ziel-Communities heraus. Wir suchen Leute, die kommunikativ sind, kulturelle Offenheit mitbringen, und gerne anderen helfen. Formell sind ein Lehr- oder Matura-Abschluss und gute Deutschkenntnisse (mindestens B1 Niveau) nötig.“

Auf ihre Einsätze als „Hilfe im Notfall-TrainerInnen“ vorbereitet werden die TeilnehmerInnen im Rahmen einer 32-stündigen Schulung. Neben Präsentations- und Vermittlungstechniken werden dort interkulturelle Kompetenzen geschult und Notfallwissen vermittelt. Die Schulungen werden in Kooperation mit der Firma „Brainworker“ durchgeführt.

Wer „Hilfe im Notfall“-TrainerIn werden und ehrenamtlich regelmäßig Workshops abhalten möchte, kann sich beim Infoabend am 19. Juni, 18:00 Uhr beim Wiener Roten Kreuz in der Nottendorfergasse 21, 1030 Wien unverbindlich ein Bild machen. Die Ausbildung ist kostenlos und findet ebenfalls in 1030 Wien statt. Auch als fertige TrainerInnen werden die Freiwilligen durch regelmäßige Austauschtreffen unterstützt.

Mehr Infos

http://blog.roteskreuz.at/protect/


Quelle: Wiener Rotes Kreuz
AutorIn: Wiener Rotes Kreuz
Zuletzt aktualisiert am: 16.06.2017
Artikel-Kategorie(n): News, Soziale Arbeit und Begleitung
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