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Datum: 21.01.2011

Was ist der Unterschied zw. Behindertenarbeit (BA) und Behindertenbegleitung (BB)?

In der Ausbildung zum/r Fach- bzw. Diplomsozialbetreuer/in stehen neben den Schwerpunkten „Familienarbeit“ und  „Altenarbeit“ die beiden Ausbildungsschwerpunkte „Behindertenarbeit“ und „Behindertenbegleitung“ zur Auswahl.

Behindertenarbeit (BA):

Als Fach- bzw. Diplomsozialbetreuer/in mit Schwerpunkt „Behindertenarbeit“ liegt das Hauptaugenmerk auf der pflegerischen Unterstützung der Klienten/innen. Die notwendige Qualifikation wird über eine integrierte Pflegehilfeausbildung während der ersten beiden Ausbildungsjahre erworben. Da der Fokus also auf der Pflegetätigkeit liegt, verringert sich zumindest im 2-jährigen Fachniveau die umfassende Auseinandersetzung mit Themen der Behindertenpädagogik.

Fällt die Entscheidung auf diesen Schwerpunkt, kann nach erfolgreicher Beendigung der Ausbildung vor allem in der Betreuung von Klienten/innen mit hohem pflegerischem Unterstützungsbedarf gearbeitet werden.

Während der zwei bzw. dreijährigen Ausbildung werden Praktika sowohl in Einrichtungen der Behindertenhilfe wie auch  im Krankenhaus und Pflegebereich absolviert.

Behindertenbegleitung (BB):

Als Fach- bzw. Diplomsozialbetreuer/in mit Schwerpunkt „Behindertenbegleitung“ steht die Begleitung, Beziehungsgestaltung und Unterstützung der Klienten/innen in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Bildung und Freizeit im Vordergrund der Ausbildung, wie auch des zukünftigen Arbeitsplatzes. Der Erlangung pflegerischer Qualifikationen wird unter diesem Schwerpunkt mit dem UBV Modul Rechnung getragen. Die „Unterstützung bei der Basisversorgung“ wird in den ersten beiden Ausbildungsjahren absolviert und erlaubt den Fach- bzw. Diplombetreuer/innen (BB) die Durchführung bestimmter grundpflegerischer Tätigkeiten sowie die Medikamentenvergabe unter Aufsicht bzw. Anleitung eines/r Mitarbeiters/in des gehobenen Dienstes der Gesundheits- und Krankenpflege.

Der Aufgabenbereich erstreckt sich also weniger auf das pflegerische Feld, sondern setzt gezielt an der Begleitung und Beratung behinderter Menschen an.

Berufsfelder von Fach- bzw. Diplomsozialbetreuern/innen BA und BB:

  • Wohnen: z.B. Wohngemeinschaften, teilbetreutes Wohnen
  • Arbeit und Beschäftigung: z.B. Werkstätten, Tageszentren, Arbeitsassistenz
  • Freizeit: z.B. Freizeitassistenz (Urlaube, Veranstaltungen)
  • Förderung: z.B. Basale Förderklassen, Integrationsklassen
  • Beratung und Begleitung: z.B. Beratungsstellen

Nützliche Links:

> Berufslexikon des AMS / „Fach- und Diplomsozialbetreuer/in BA und BB“


AutorIn: Redaktion
Zuletzt aktualisiert am: 21.01.2011
Artikel-Kategorie(n): Infos Bildung
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