Datum: 26.03.2014

Wackeln Arbeitsplätze von Menschen mit Behinderung bei bauMax?

Ist eine bauMax-Pleite noch Abzuwenden? Etwa durch den Verkauf der Kunstsammlung der bauMax-Eigentümer? Die Turbolenzen bei bauMax schaden aber nicht nur dem Arbeitsmarkt sondern bringen auch zahlreiche soziale Initiativen in Gefahr.

bauMax ist in den letzten Tagen in die Schlagzeilen gekommen, da sich das Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden soll. Der sonst eher medienscheue bauMax-Gründer Karlheinz Essl spricht jetzt sogar davon, die renommierte Essl Kunstsammlung verkaufen zu wollen, um bauMax vor der Pleite und Österreich vom Verlust von mehr als 4000 Jobs zu retten.

Die Familie Essl ist in Sozialkreisen ebenfalls kein unbekannter Faktor. In den letzten Jahren ist die Essl Foundation zunehmend ins Rampenlicht mit ihrem „Zero Project“ ins Lampenlicht gerückt. Das Projekt – initiiert von Martin Essl – beschäftigt sich mit positiven Beispielen gelungener Integration von behinderten Menschen und vorbildlichen Gesetzen im Behinderten- und Sozialbereich.

Selbst ein gutes Vorbild sein will bauMax auch bei der Inklusion von Menschen mit Behinderung im eigenen Unternehmen. In einer Pressemeldung vom 15.10.2013 schreibt bauMax:

Seit über 30 Jahren fördert und unterstützt bauMax im Rahmen des firmeneigenen Humanprogramms Menschen mit Behinderung. […] Über 250 Menschen mit Behinderung sind unternehmensweit fester Bestandteil des bauMax-Teams.

In der ORF ZIB 24 vom 26.03.2014 war die Rede von 163 behinderten Menschen, die derzeit noch einen Arbeitsplatz bei bauMax haben. bauMax ist auch bekannt für die Zusammenarbeit mit Behindertenorganisationen in Sachen Arbeit. Dies ermöglicht es vielen Menschen mit Behinderung bzw. Lernschwierigkeiten außerhalb einer herkömmlichen Tagesstruktur zu arbeiten.

Sollte das Unternehmen bauMax seine wirtschaftlichen Probleme nicht in den Griff bekommen, so würden viele wertvolle Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung verloren gehen. Und solche Arbeitsplätze sind in Zeiten wie diesen ohnehin schon rar.


AutorIn: Redaktion
Zuletzt aktualisiert am: 16.06.2017
Artikel-Kategorie(n): Arbeitsintegration und unterstützte Beschäftigung, News
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