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Datum: 05.03.2015

Enquete-Kommission empfiehlt Stufenplan zum Ausbau der Hospiz-Versorgung

Der Dachverband Hospiz Österreich begrüßt die einstimmigen Empfehlungen der Enquete‐Kommission „Würde am Ende des Lebens“

„Sehr viele Aspekte unserer jahrelangen Forderungen und jenes Statements, das wir gemeinsam mit der Österreichischen Palliativgesellschaft, der Caritas Österreich, dem Österreichischen Roten Kreuz und der Vinzenz Gruppe im Oktober 2014 vorgestellt haben, finden sich in den Empfehlungen der Parlamentarischen Enquete‐Kommission „Würde am Ende des Lebens“ wieder.“, so Waltraud Klasnic, Präsidentin des Dachverbandes Hospiz Österreich. „Nachdem der Ausschuss einstimmig diese Empfehlungen an den Nationalrat beschlossen hat, ist diese Entscheidung Vorbild für die Welt.

Es ist mehr als ein Meilenstein. Diese Bestimmungen und Empfehlungen geben den Menschen in Österreich Trost und Sicherheit. Das österreichische Parlament zeigt damit Verantwortung bis zur letzten Stunde des Lebens generationenübergreifend.“

Die Empfehlungen enthalten konkrete Vorschläge zu einem stufenweisen Ausbau und möglichen Finanzierungen im Sinn einer Regelfinanzierung. Die Zuständigkeiten dafür sollen in einem Hospiz und Palliativforum geklärt werden, die Fortschritte im Ausbau in einem jährlichen Bericht an das Parlament festgehalten werden. Das Dokument enthält sehr konkrete Hinweise zur Verbesserung der Aus‐ und Weiterbildung in Hospiz und Palliative Care für alle Gesundheitsberufe, die Forschung soll gefördert werden. Die Aus‐ und Weiterbildung wird auch als Brücke zur Integration von Hospiz und Palliative Care in den Einrichtungen der Grundversorgung gesehen. Für Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht werden Erleichterungen und Verbesserungen vorgeschlagen und Wege zu einer finanziellen Entlastung jener, die sie errichten wollen, sowie eine einheitliche Registrierung.

Klasnic: „Diese parteiübergreifenden, gemeinsamen Empfehlungen sind ein großer Schritt in Richtung einer Hospiz‐ und Palliativbetreuung für alle Menschen, die sie brauchen, die schwerkrank und sterbend sind und für ihre Angehörigen. Eine Betreuung, die leistbar, allen zugänglich und österreichweit bedarfsdeckend ist.“

Nun müssen diesen Empfehlungen auch konkrete Schritte folgen, mahnt Klasnic die Umsetzung ein. Die Haltung des Dachverbandes zu assistiertem Suizid und Tötung auf Verlangen sei unverändert, die bestehende Gesetzeslage werde mit diesem einstimmigen Beschluss beibehalten.

Klasnic: „Unsere Sorge und unser Herz gehören den Menschen, die als Schwerkranke, Sterbende und deren Angehörige in einer sehr verwundbaren Situation sind. Leben bis zuletzt, begleitet mit Zuwendung, äußerster Sorgfalt, Linderung der Not auf allen Ebenen ist unser Ziel und das, was wir als Hospiz und Palliativeinrichtungen anbieten. Wir sehen uns in den Empfehlungen der Enquete‐Kommission sehr unterstützt.“

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www.hospiz.at


Quelle: Dachverband HOSPIZ Österreich (DVHÖ)
AutorIn: Dachverband HOSPIZ Österreich (DVHÖ)
Zuletzt aktualisiert am: 16.06.2017
Artikel-Kategorie(n): Eugenik und Menschenwürde, News
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