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Datum: 18.01.2016

„Sozial aber nicht blöd“ enttäuscht über KV-Abschluss – „Hätten viel mehr erreichen können“

"Sozial aber nicht blöd" - Kundgebung am 14. Jänner 2016 vor dem ÖGB-Haus in Wien anlässlich der SWÖ-KV Verhandlungen. Fotoquelle: facebook/Wir sind sozial aber nicht blöd.

"Sozial aber nicht blöd" - Kundgebung am 14. Jänner 2016 vor dem ÖGB-Haus in Wien anlässlich der SWÖ-KV Verhandlungen. Fotoquelle: facebook/Wir sind sozial aber nicht blöd.

Enttäuscht über den SWÖ-Gehaltsabschluss 2016 zeigt sich die ArbeitnehmerInnen-Initiative „Sozial aber nicht blöd“. Im Vorfeld hat sich die Initiative insb. für zwei Forderungen stark gemacht: die Einführung der 35-Stunden-Woche und eine Gehaltserhöhung um € 200,–. Beides wurde nicht erreicht.

Die Initiative befürchtet, dass duch den neuerlichen niedrigen Kollektivvertrags-Abschluss im privaten Gesundheits- und Sozialbereich von +1,35% das Vertrauen in die Gewerkschaften vida und GPA-djp weiter untergraben wird. Man hätte durch Kampfmaßnahmen viel mehr erreichen können, meinen VertreterInnen von „Sozial aber nicht blöd“. In einer Aussendung schreibt die Initiative:

Mit jedem Niedrigabschluss der kampflos akzeptiert wird, wird es schwieriger die KollegInnen in Zukunft für gewerkschaftliche Aktionen zu mobilisieren.

Positiv sieht die Initiative die erreichte Erhöhung der SEG-Zulage für die Verwendungsgruppen 1 bis 3. Dies wird sich für die betroffenen MitarbeiterInnen jedenfalls spürbar auswirken.

Allein, das sei zu wenig, um mit dem KV-Abschluss zufrieden sein zu können. „Die Verbesserungen im Rahmenrecht können die Reallohnverluste der letzten Jahre und das weitere Aufreissen der Einkommensschere zwischen Sozialbereich und österreichischem Durchschnitt durch den Mini-Betrag von plus 1,35% jedoch lange nicht wettmachen!“, so Selma Schacht, Betriebsratsvorsitzende und Aktivistin von „Sozial, aber nicht blöd“.

Die Initiative sieht in diesem Abschluss eine verpasste Chance. „Viele BetriebsrätInnen und ArbeitskollegInnen waren enttäuscht, dass wir die vorbereiteten Aktionen, insbesondere die Demos und Arbeitsniederlegungen, sang und klanglos wieder absagen mussten. Sie wären bereit gewesen, für mehr zu kämpfen“, fasst Selma Schacht die Stimmung zusammen.

Das Handtuch werfen kommt für „Sozial, aber nicht blöd“ aber nicht in Frage. Auch wenn der aktuelle KV-Abschluss nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hat, soll weiter gemacht werden. In einer Stellungnahme gibt sich die Initiative kämpferisch:

Wir halten als „Sozial aber nicht blöd“ unsere Forderungen weiter aufrecht. Die Aktionen von CaRevolution in Salzburg und Wien, die Verbesserungen der Bedingungen in der Pflege in Oberösterreich und die aktuellen Verhandlungen in Tirol zeigen, dass es sich auch neben und unabhängig von den KV-Verhandlungen lohnt, für Verbesserungen beim Gehalt und den Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Daher bleiben wir aktiv, und sammeln auch weiter Unterschriften!

Link

http://sozialabernichtbloed.blogspot.co.at/


AutorIn: Redaktion
Zuletzt aktualisiert am: 18.06.2017
Artikel-Kategorie(n): Arbeitsbedingungen, News
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