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Datum: 13.10.2016

Integrative Beschäftigung: Lebenshilfe OÖ verzehnfacht Kooperationspartner

Lebenshilfe-Klient arbeitet bei IKEA.

Bereits seit 2012 kooperiert die Lebenshilfe OÖ mit dem Ikea-Standort in Haid. Fotocredit: Lebenshilfe Oberösterreich

Arbeit für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in Unternehmen und Vereinen wird zunehmend als Win-Win-Situation für alle Beteiligten erkannt.

In Form der Integrativen Beschäftigung werden Klienten der Lebenshilfe außerhalb von Lebenshilfe-Einrichtungen tätig, zum Beispiel in Wirtschaftsbetrieben, Vereinen, öffentlichen Einrichtungen oder auch für Privatpersonen. Dieses Angebot konnte seit 2013 stark ausgebaut werden, da die Vorteile für Unternehmen, Mitarbeiter und Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung zunehmend erkannt und genutzt werden.

Anzahl der Kooperationspartner seit 2013 verzehnfacht

Während die Lebenshilfe OÖ im Jahr 2012 fünf Kooperationspartner für Integrative Beschäftigung zählte, konnte diese Zahl auf aktuell 50 ausgebaut werden. Mehr als ein Zehntel der Klienten in den Werkstätten der Lebenshilfe Oberösterreich nutzt das Angebot der Integrativen Beschäftigung.

„Jeder Mensch kann etwas, von dem alle profitieren. Mit der Integrativen Beschäftigung haben schon 200 Personen ihre ganz individuelle Landebahn gefunden, wo ihr Beitrag zählt“, führt Dipl. Päd. Nicole Jahn, BA, Bereichsleitung Integrative Beschäftigung der Lebenshilfe OÖ, aus und freut sich über die aktuelle Entwicklung in der Wirtschaft. „Im Laufe der letzten Jahre haben Unternehmen sehr positive Erfahrungen mit Integrativer Beschäftigung gemacht und daher Plätze ausgebaut.“

Lebenshilfe-Klienten arbeiten bei SPAR.

Seit 2014 laufen drei Kooperationen in Spar-Filialen. An einem Ausbau auf weitere Standorte wird gearbeitet. Fotocredit: Lebenshilfe Oberösterreich

Bedeutung von Integrativer Beschäftigung für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung

Für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung bietet die Integrative Beschäftigung die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und ihre persönlichen Interessen und Fähigkeiten zum Einsatz zu bringen. Sehr wertvoll für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung ist die Tatsache, dass sie an Orten arbeiten können, wo auch Menschen ohne Beeinträchtigung arbeiten.

In unserer Gesellschaft definiert sich der Selbstwert stark über die eigene Arbeitsleistung. Oft ermöglicht erst die Teilhabe am Arbeitsleben die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und die Chance, dieses mitzugestalten.

Vorteile für Firmen, die Integrative Beschäftigung ermöglichen

Indem ein Unternehmen, ein Verein oder eine Organisation Menschen mit Beeinträchtigung die Möglichkeit zur Mitarbeit und Teilhabe bietet, zeigt es soziale und gesellschaftliche Verantwortung. Diese fällt auf und spricht zusätzliche Kundegruppen an.

Die Erfahrung zeigt, dass Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung viele Soft Skills haben, die das Verhalten und die Einstellung von Menschen positiv beeinflussen und wesentlich zu einem guten Arbeitsklima beitragen. Ikea-Mitarbeiter haben den positiven Einfluss von Integrativer Beschäftigung auf die Unternehmenskultur passend mit nachfolgender Aussage zusammengefasst: „Seitdem die Leute von der Lebenshilfe da sind, lachen wir öfter miteinander. Wir sehen wieder, wie wichtig es ist, dass uns neben der Arbeit auch noch etwas anderes miteinander verbindet, etwas, das eigentlich wichtiger ist. So fällt die Arbeit leichter.“


Quelle: Lebenshilfe Oberösterreich
AutorIn: Lebenshilfe Oberösterreich
Zuletzt aktualisiert am: 18.06.2017
Artikel-Kategorie(n): Arbeitsintegration und unterstützte Beschäftigung, News
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