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Datum: 19.01.2017

SWÖ-KV 2017 unter Dach und Fach: Plus 1,3 Prozent Gehaltserhöhung

SWÖ KV 2017 abgeschlossen

Nach zähen Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften GPA-djp sowie vida und der Sozialwirtschaft Österreich konnte heute in der Nacht ein Abschluss für den SWÖ-Kollektivvertrag 2017 erzielt werden.

In den frühen Morgenstunden des 19.01.2017 konnten die KV-Verhandlungen für die Sozialwirtschaft Österreich (vormals BAGS) erfolgreich abgeschlossen werden. Die Löhne und Gehälter steigen mit 1. Februar 2017 um 1,3 Prozent.

Enttäuscht zeigen sich Vertreter der Initiative „Sozial aber nicht blöd“. In einer ersten Reaktion heißt es:

„Schade um die vergeben Chance im Sozialbereich was zu verbessert. 1,3% ist schlicht und einfach viel zu wenig. Weiter kämpfen hätte sich bezahlt gemacht. Leider scheint, dass passiert zu sein was wir befürchtet haben. Erst die KollegInnen zu einer Demonstration raus holen und dann einen Abschluss machen, der die Einkommenssituation weiter verschlechtert“ (Wir sind sozial aber nicht blöd. / facebook)

Die Gewerkschaft GPA-djp lobt in einer Aussendung den Abschluss und spricht von einem „Durchbruch bei der 35-Stunden-Woche“ und von „umfangreichen Verbesserungen im Rahmenrecht“.

Die wichtigsten Ergebnisse zum SWÖ-KV 2017:

  • Erhöhung der Gehälter und Zulagen um 1,3 %
  • Möglichkeit für kleine Betriebe ohne Betriebsrat, Durchrechnungszeiträume zu vereinbaren
  • Ermöglichung der 24-Stunden-Dienste in der vollen Erziehung
  • Verankerung der offenen Jugendarbeit
  • Einschränkungen der Zuschlagspflicht bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses
  • Regelung für Ferienaktionen
  • Verankerung des Familienzeitbonus („Papamonat“)
  • Dienstfreistellung für den 1. Volksschultag
  • Anrechnung der Sonderkarenz

Eine Arbeitszeitverkürzung konnte bei den aktuellen Verhandlungen noch nicht erreicht werden. Im April starten Gespräche zu den Themen Arbeitszeitverkürzungen und Abgeltung der Kompetenzerweiterungen, die die Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes (GuKG-Novelle 2016) für zahlreiche Berufsgruppen mit sich bringt.


Quellen:

ÖGB via APA OTS am 19.01.2017
Plus 1,3 Prozent für Beschäftigte im privaten Sozial- und Gesundheitsbereich

facebook-Seite „Wir sind sozial aber nicht blöd.“ am 19.01.2017
https://www.facebook.com/sozialabernichtbloed


AutorIn: Redaktion
Zuletzt aktualisiert am: 18.06.2017
Artikel-Kategorie(n): Arbeitsbedingungen, News
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