Menschen mit Behinderung. Menschen ohne Behinderung. Und das gute Gefühl, dass es völlig egal ist, wer wer ist. HABIT Haus der Barmherzigkeit Integrationsteam GmbH

Datum: 22.09.2017

15 Jahre sind nicht genug! Persönliche Assistenz weiterdenken.

Vorstand der WAG Assistenzgenossenschaft

Vorstand der WAG Assistenzgenossenschaft: Mag. Andreas Pöschek, Dr. Martin Bolkovac, Roswitha Schachinger (vlnr), Fotograf: Martin Datzinger, Fotocredit: WAG Assistenzgenossenschaft / Datzinger

Behindertensprecher_innen der Parlamentsparteien und Vertreter_innen der Selbstbestimmt Leben-Bewegung diskutieren am Podium. Die Parteien sind eingeladen vor der Nationalratswahl Stellung zu beziehen.

Die Genossenschaft ermöglicht ein Selbstbestimmtes Leben für Menschen mit Behinderung

Die WAG Assistenzgenossenschaft unterstützt Menschen mit Behinderungen ihr Leben mit Persönlicher Assistenz zu Hause, in der Freizeit und im Beruf nach den eigenen Vorstellungen zu organisieren. Sie arbeitet nach den Kriterien der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung und des Peer-Counseling.

Es ist der WAG Assistenzgenossenschaft mit ihren Verbündeten aus der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung gelungen, Persönliche Assistenz als ein anerkanntes Unterstützungsmodell zu etablieren – führt Gründungsmitglied und Geschäftsführender Vorstand Roswitha Schachinger aus. Dank erfolgreicher Verhandlungen kann seit 2004 Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz bundesweit in Anspruch genommen werden.

Fehlende Mittel und Regelungen bei der Förderung von Persönlicher Assistenz

Im Privatbereich fehlt eine bundesweite Regelung. Wien führte 2008 die Pflegegeldergänzungsleistung ein, in Niederösterreich gibt es Landesförderungen.

Dr. Martin Bolkovac, Geschäftsführender Vorstand, erklärt: Die Situation für Menschen mit Behinderungen, die auf Persönliche Assistenz angewiesen sind, hat sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Die Mittel, welche in Wien oder Niederösterreich bewilligt werden, haben sich trotz Kostensteigerung seit zehn Jahren nicht verändert! Es brennt der Hut! Es bedarf rasch Valorisierungen und nachhaltiger Lösungen!

UN Behindertenrechtskonvention sieht Persönliche Assistenz vor

Die UN-Behindertenrechtskonvention verlangt im Artikel 19, dass behinderte Menschen ihr Leben selbst bestimmen können. Persönliche Assistenz wird hierbei als Unterstützungsmodell explizit angeführt. Österreich hat die Konvention ratifiziert – es fehlt jedoch eine bundesweite Umsetzung, kritisiert Mag. Andreas Pöschek, Geschäftsführender Vorstand, die aktuelle Lage.

Persönliche Assistenz bedeutet Selbstbestimmung

„Aufstehen wann ich will, einem Beruf nachgehen, die Freizeit nach meinen Wünschen gestalten, leben in einer eigenen Wohnung oder eine Familie gründen – das wird mit Persönlicher Assistenz möglich. Sie ist die Basis einer selbstbestimmten Lebensführung für behinderte Menschen“, betont Roswitha Schachinger.

Link zur Veranstaltungsankündigung

[Event | 25.09.2017 | 1029 Wien | Diskussion: Persönliche Assistenz und die Herausforderungen in der Zukunft]


AutorIn: Redaktion
Zuletzt aktualisiert am: 13.10.2017
Artikel-Kategorie(n): News, Persönliche Assistenz
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