Datum: 28.11.2017

Sozialwirtschaft: Kollektivvertragsverhandlungen haben begonnen

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Über 120.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gesundheits- und Sozialbranche betroffen

Die Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) und die Gewerkschaften GPA-djp und vida haben gestern Nachmittag ihre diesjährige Lohn- und Gehaltsrunde gestartet. Der SWÖ-Kollektivvertrag gilt für mehr als 120.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in privaten – überwiegend gemeinnützigen – Sozial- und Gesundheitsunternehmen.

Am Beginn der Verhandlungen wurde die dem Abschluss zugrundeliegende Inflationsrate mit 1,95% außer Streit gestellt. Die Arbeitnehmerseite forderte eine deutliche Erhöhung der Realeinkommen, die Arbeitgeberseite sicherte einen Abschluss über der Inflationsrate zu. Konkrete Zahlen wurden aber noch nicht genannt.

Neben einer Gehaltserhöhung fordern die Gewerkschaften unter anderem die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich, eine sechste Urlaubswoche für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unabhängig vom Dienstalter und Verbesserungen bei den Zuschlägen. Die Sozialwirtschaft Österreich brachte mehr Gestaltungsspielräume im Bereich der Arbeitszeit, eine Neuregelung bei den Sonderzahlungen sowie Präzisierungen und Klarstellungen in mehreren Bereichen als ihre Anliegen in die Verhandlungen ein.

Die Verhandlungen werden plangemäß am 7. Dezember fortgesetzt, mit einem Abschluss ist bei einem der bereits fixierten Verhandlungstermine im Jänner zu rechnen. Der überarbeitete Kollektivvertrag soll ab 1.2.2018 gelten.


Quelle: APA OTS
AutorIn: Sozialwirtschaft Österreich
Zuletzt aktualisiert am: 28.11.2017
Artikel-Kategorie(n): Arbeitsbedingungen, News
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