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Datum: 12.01.2018

Sozialwirtschaft: Kollektivvertragsverhandlungen ergebnislos unterbrochen

SWÖ Sozialwirtschaft Österreich

Steitpunkte 35-Stunden-Woche und Pflegeberufe

Die Kollektivvertragsverhandlungen im Gesundheits- und Sozialbereich sind heute nach kurzen Beratungen beim zweiten Verhandlungstermin auf Betreiben der ArbeitnehmerInnenseite unterbrochen worden. Die Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) als Vertreterin der Arbeitgeberseite stellte als Erstangebot eine Gehaltserhöhung von 2,1 % in Aussicht, was über der gemeinsam außer Streit gestellten Verhandlungsbasis von 1,95 %  (durchschnittliche Inflationsrate der 12 Monate vor Verhandlungsbeginn) liegt.

Zentrale Streitpunkte waren aber die Forderungen der ArbeitnehmerInnenseite nach der Einführung der 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich und einer generellen Höherstufung der Pflegeberufe.

„Eine Arbeitszeitverkürzung kann ein sinnvolles Instrument der Arbeitsverteilung sein, in unserer Branche würde sie aber den ohnehin vorhandenen Personalengpass in verschiedenen Bereichen noch verstärken“, erklärt der Vorsitzende der SWÖ, Erich Fenninger die Position der Arbeitgeberseite.

Bei der Entlohnung der Pflegeberufe zeigt sich der Verhandlungsführer der Sozialwirtschaft Österreich, Geschäftsführer Walter Marschitz zwar grundsätzlich gesprächsbereit, allerdings müssten dabei auch die Fördergeber mitspielen. Auch sei die regional unterschiedliche Situation im Kollektivvertrag schwer abzubilden.

Eine Fortsetzung der Verhandlungen ist für 25. Jänner geplant, gemeinsames Ziel beider Verhandlungspartner ist ein In-Kraft-Treten mit 1.2.2018.


Quelle: APA OTS
AutorIn: Sozialwirtschaft Österreich
Zuletzt aktualisiert am: 25.01.2018
Artikel-Kategorie(n): Arbeitsbedingungen, News
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