Datum: 13.02.2018

Sozialwirtschaft: „Arbeitgeber haben faires Angebot unterbreitet“

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Ohne Einigung ist heute Nacht die fünfte Verhandlungsrunde der Kollektivvertragsverhandlungen für die mehr als 100.000 Beschäftigten im privaten und gemeinnützigen Sozial- und Gesundheitsbereich zu Ende gegangen.

Hauptgrund für das – zumindest vorläufige – Scheitern der Verhandlungen ist aus Arbeitgebersicht eine überzogene Erwartungshaltung auf der AN-Seite, die neben einer überdurchschnittlichen Gehaltserhöhung sowohl eine Arbeitszeitverkürzung als auch eine außerordentliche Erhöhung der Gehälter von Pflege- und Sozialbetreuungskräften umfasst hat.

„Die Arbeitgeberseite hat sich im ernsthaften Bemühen, doch zu einem gemeinsamen Abschluss zu kommen, bis an die Grenze des irgendwie Vertretbaren bewegt“, so der Verhandlungsführer der Sozialwirtschaft Österreich, Walter Marschitz. „Bei einem Angebot einer Lohn- und Gehaltserhöhung um 2,45%, einer Erhöhung für Pflegeassistenten um insgesamt 3,45 % und für Diplomierte Pflegekräfte von durchschnittlich 4,35 % sowie einer Besserstellung von Teilzeitkräften können wir guten Gewissens von einem fairen Angebot sprechen. Die volle Erfüllung der Forderungen der Gewerkschaft hätte die Branche vor existenzielle Probleme gestellt und tausende Arbeitsplätze und die soziale Versorgung in Österreich gefährdet.“

SWÖ-Vorsitzender Erich Fenninger zeigt sich darüber verärgert, dass die Arbeitszeitverkürzung -im Gegensatz zu anderen Branchen – im Gesundheits- und Sozialbereich zu einer Fahnenfrage gemacht wird. „Dass gerade unsere Branche, die weder maßgebliche technologische Produktivitätsfortschritte noch Gewinne zu verzeichnen hat und ohnehin schon unter einem Fachkräftemangel leidet, dafür ausgesucht wurde, stößt bei uns auf großes Unverständnis,“ so Fenninger.


Quelle: APA OTS
AutorIn: Sozialwirtschaft Österreich
Zuletzt aktualisiert am: 13.02.2018
Artikel-Kategorie(n): Arbeitsbedingungen, News
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