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Datum: 25.06.2018

„Wir stehen fest im Leben und bleiben dran, geben nicht auf“

11. Selbstvertreterkongress in Wien Gruppenfoto

Gruppenfoto u.a. mit Hansjörg Hofer (Behindertenanwalt), Albert Brandstätter (Generalsekretär Lebenshilfe Österreich), Stefan Sedlitz (Präsident Lebenshilfe Wien), Germain Weber (Präsident Lebenshilfe Österreich)

Der 11. Selbstvertreterkongress fand vom 19. bis 21. Juni 2018 im Kardinal-König-Haus in Wien statt, über 100 Menschen mit Lernschwierigkeiten nahmen teil und behandelten das Thema Mitsprache in Werkstätten und Wohngemeinschaften.

Dieses Jahr organisierte das „Mitsprache-Team“ der Lebenshilfe Wien die Veranstaltung, zu der Selbstvertreter aus ganz Österreich geladen waren. Es ging vor allem darum, die eine gute Selbstvertretung organisiert werden kann, damit alle KollegInnen in den Tagesstrukturen und Wohngemeinschaften davon profitieren können.

11. Selbstvertreterkongress in Wien; bei der Arbeit

11. Selbstvertreterkongress in Wien: bei der Arbeit; Fotoquelle: Lebenshilfe Wien

„Jede Person muss gehört und ernst genommen werden, wenn es um die eigene Vertretung geht“, betonten die TeilnehmerInnen. Und es klar, dass das nicht von selbst geht. Selbstvertretung muss gut organisiert sein und bedeutet immer dazuzulernen.

Mitreden und mitbestimmen

Man muss auch hartnäckig und standhaft bleiben, wenn es darum geht etwas durchzusetzen. „Wir bleiben dran und geben nicht auf“, so der Tenor unter den TeilnehmerInnen.

Und dabei geht es lange nicht mehr nur ums Mitreden. Auch Mitbestimmen ist ein wesentlicher Punkt, der noch immer in vielen Bereichen des Lebens von Menschen mit Behinderung noch nicht verwirklicht ist. Menschen mit Lernschwierigkeiten wollen nicht, dass über sie „drübergefahren“ wird, sie fordern miteinbezogen zu werden. Nach dem Motto der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung „Nichts über uns ohne uns!“ wollen sie dabei sein, wenn wichtige Entscheidungen getroffen werden, die ihr Leben betreffen.

11. Selbstvertreterkongress in Wien

Josef Hochmeister, Heide Tomacek, Germain Weber; Fotoquelle: Lebenshilfe Wien

Zu Gast war auch Behindertenanwalt Dr. Hansjörg Hofer. „Wenn Menschen mit Behinderungen sich zusammenschließen, bringen sie ihre Anliegen voran und können ihre eigenen Interessen vertreten. Die Werkstatt- und Wohn-Räte sind dafür der beste Beweis“, so Hofer zu den TeilnehmerInnen. Er forderte, dass Menschen mit Behinderungen Lohn für ihre Arbeit erhalten und selbst versichert sind. Erwachsene definieren sich sehr oft über ihren Job, das gilt auch für Menschen mit Behinderungen.

Am Ende des Kongresses präsentierten alle ihre Ergebnisse dem Publikum, darunter den GeschäftsführerInnen und PräsidentInnen der Lebenshilfen sowie Gästen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft.


AutorIn: Redaktion
Zuletzt aktualisiert am: 03.07.2018
Artikel-Kategorie(n): Menschen mit Lernschwierigkeiten, News
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