Datum: 30.08.2018

Lebenshilfe begrüßt die sofortige gesetzliche Reparatur der Kürzungen der erhöhten Familienbeihilfe für Menschen mit Behinderungen

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Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige müssen bei Neuformulierung einbezogen werden

„Die Lebenshilfe begrüßt die Ankündigung der Familienministerin eines sofortigen Stopps der Ausstellung der Bescheide und der Reparatur der gesetzlichen Lage bezüglich der Kürzung der erhöhten Familienbeihilfe für Menschen mit Behinderungen!“, so Lebenshilfe Generalsekretär Albert Brandstätter.

Ohne Vorankündigung wurde in den letzten Wochen die erhöhte Familienbeihilfe für Menschen mit Behinderungen von den Finanzämtern  in mehreren Bundesländern gekürzt. Die finanziellen Einbußen, die sich daraus ergeben (EUR 379,40 pro Monat), erschweren Menschen mit Behinderungen die Führung eines selbstbestimmten und würdevollen Lebens. So sind behinderungsbedingte Mehraufwendungen, wie etwa Selbstbehalte für Therapien, Hilfsmittel, Behandlungs- und Pflegekosten eine lebenslange finanzielle Belastung.

Bereits bei Bekanntwerden der ersten Fälle verfasste die Lebenshilfe einen Brief an die Familienministerin als zuständiger Fachaufsicht als auch den Finanzminister mit der Aufforderung diese neue Praxis rückgängig zu machen und in den Dialog zu treten.  „Die Reparatur des Gesetzes sollte unbedingt gemeinsam mit Menschen mit Behinderungen und deren Angehörigen geschehen, damit ihre Expertise und Lebensrealität einfließen“, so Brandstätter abschließend.


Quelle: APA OTS
AutorIn: Lebenshilfe Österreich
Zuletzt aktualisiert am: 30.08.2018
Artikel-Kategorie(n): Behindertenpolitik, News
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