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Datum: 19.04.2021

Erleichterter Arbeitsmarktzugang für Pflegekräfte aus Drittstaaten

Bild zeigt Pflegekraft und älteren Mann

Erleichterung des Arbeitsmarktzugangs für Pflegekräfte aus Drittstaaten | Symbolbild | Fotoquelle © shutterstock

Wie der ORF berichtet, will Arbeitsminister Kocher den Zugang zum Arbeitsmarkt für diplomiertes Pflegepersonal erleichtern, indem es einfacher werden soll, die Rot-Weiß-Rot-Card zu erlangen. Ein entsprechender Erlass wurde erarbeitet.

Konkret soll es durch den Erlass möglich werden, schon vor dem Abschluss eines Nostrifizierungsverfahrens Zugang zum Arbeitsmarkt zu erhalten. Die Nostrifizierung einer im Ausland (in diesem Fall geht es um Drittstaaten, also Länder die nicht EU- oder EWR-Mitglieder sind) absolvierten Ausbildung kann manchmal viele Monate dauert. Bisher war während dieser Wartezeit die Aufnahme eines Dienstverhältnisses ausgeschlossen. Mit einer Genehmigung des Landeshauptmanns können Pflegekräfte nun schon während des Verfahrens unter Aufsicht arbeiten.

Rechtliche Lücke schließen

Arbeitsminister Martin Kocher will mit diesem Erlass eine rechtliche Lücke schließen, die es Pflegekräften aus Drittstaaten bisher erschwert hat, eine qualifizierte Arbeit in Österreich anzutreten. Kocher will mit dieser Maßnahme auch dem Pflegenotstand entgegenwirken. „Wir haben im Pflegebereich einen besonderen Bedarf nach qualifizierten Arbeitskräften, der durch die Krise noch größer geworden ist“, so der Minister.

GPA fordert bessere Arbeitsbedingungen statt Zuzug von Arbeitskräften

In einer Presseaussendung erteilt die Gewerkschaft GPA diesem Vorstoß des Arbeitsministers eine Absage. „Der österreichische Pflegesektor braucht rasch bessere Arbeitsbedingungen, um attraktiver für neues Personal zu werden und bestehendes zu halten“, entgegnet die GPA-Vorsitzende Barbara Teiber, „Dazu zählen eine bessere Entlohnung ebenso wie attraktivere Arbeitszeiten.“

Ein weiterer Zuzug von Arbeitskräften allein löst das Personalproblem in den Augen der Gewerkschaft keineswegs. „Wir hören aktuell massive Klagen von den Beschäftigten: Es fehlen Ressourcen, die Menschen sind überlastet und am Limit. Eine Strategie, die auf zusätzliche ausländische Arbeitskräfte setzt, ohne etwas an den Arbeitsbedingungen zu ändern, greift viel zu kurz“, kritisiert Teiber das Vorhaben des Ministers. Die GPA fordert  hingegen Zukunftsinvestitionen in den Pflegebereich um dem Pflegenotstand entgegenzuwirken.


Quellen:

news.ORF.at | 19.04.2021
Artikel vom 18.04.2021 | Rot-Weiß-Rot-Karte: Zugang für Pflegekräfte wird erleichtert

ÖGB Österreichischer Gewerkschaftsbund via APA OTS | 19.04.2021
Presseaussendung vom 18.04.2021 | Gewerkschaft GPA-Teiber: Pflegesektor braucht rasch bessere Arbeitsbedingungen, um Personal zu finden und zu halten


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AutorIn: Redaktion
Zuletzt aktualisiert am: 26.04.2021
Artikel-Kategorie(n): Arbeitsbedingungen, News
Permalink: [Kurzlink]


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