Datum: 20.08.2020

Initiative fordert bessere Bezahlung für Persönliche Assistenz in Wien

Flyer Initiative Persönliche Assistenz ist mehr wert!

Foto © behindertenarbeit.at

Förderung für PA wurde vom Fonds Soziales Wien (FSW) seit 12 Jahren nicht valorisiert. Die Initiative „Persönliche Assistenz ist mehr wert!“ fordert Sofortmaßnahmen.

Als „Meilenstein“ wurde die Einführung der PGE – Pflegegeldergänzungsleistung für Persönliche Assistenz in Jahr 2008 von vielen Beobachtern bezeichnet. Stadträtin Sonja Wehsely ging damit einen großen Schritt in Richtung Erfüllung der UN-Behindertenrechtskonvention in Wien.

Erstmals war es vielen behinderten Menschen in Wien möglich, sich autonom eine bedarfsgerechte Assistenz für alle Lebensbereiche zu organisieren. Das Modell war nicht perfekt, aber die Selbstbestimmt-Leben-Bewegung sah einen Grundstein dafür gelegt, auf den man weiter aufbauen könnte.

Leider ist das Gegenteil passiert. Der FSW, damals unter der Leitung von Peter Hacker, hat nichts getan, um die PGE weiter zu entwickeln, zu verbessern, auszubauen. Im Gegenteil: Die Förderung für Persönliche Assistenz wurde Jahr für Jahr weniger wert, das Modell PA von der Stadt Wien vernachlässigt.

Persönliche Assistenz ist in der UN-BRK in Artikel 19 verankert

UN BRK Artikel 19b

Es gab während der Jahre mehrere Versuche seitens der Assistenznehmer und verschiedener Behindertenorganisationen, die Stadt Wien und insb. Peter Hacker auf die zunehmend schlechter werdende Situation bei der PA in Wien aufmerksam zu machen. Diese Initiativen fruchteten jedoch alle nicht.

Mittlerweile sind 12 Jahre vergangen und die PGE ist noch immer gleich hoch wie im Jahr 2008. Die individuellen Fördersummen sind nie erhöht, nie valorisiert worden. Der Wertverlust kommt einer Kürzung um mehr als 20% gleich.

Eine von Thomas Stix ins Leben gerufene Initiative macht nun erneut auf diese Tatsache aufmerksam. Unter dem Motto „Persönliche Assistenz ist mehr wert!“ fordert die Initiative eine sofortige Anhebung der Förderung für Persönliche Assistenz in Wien.

Gerade auch die Corona-Zeit hat aufgezeigt, dass Persönliche Assistenz systemrelevant und menschenrechtsrelevant ist, sie ermöglicht behinderten Menschen, autonom und frei zu leben – in jener Wohnform, die sie selbst wählen. Schließlich ist es die UN-Behindertenrechtskonvention, die jedem behinderten Menschen dieses Recht zuerkennt. Der Staat und die Verwaltung sind verpflichtet, entsprechend zu handeln!

Mehr zur Initiative „Persönliche Assistenz ist mehr wert!“

assistenzprotest.wordpress.com


AutorIn: Redaktion
Zuletzt aktualisiert am: 18.09.2020
Artikel-Kategorie(n): News, Persönliche Assistenz
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