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Datum: 19.11.2013

Huainigg an ORF-Generaldirektor Wrabetz: Diskriminierender "Licht ins Dunkel"-Spot ist sofort zurück zu ziehen!

Bewusstseinsbildung eines öffentlich-rechtlichen Senders muss der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen entsprechen

Vergangene Woche startete der ORF die heurige Spendenaktion „Licht ins Dunkel“. „Der diesjährige Generalspot wird von behinderten Menschen als Diskriminierung empfunden, steht im starken Widerspruch zu allen Bewusstseinsmaßnahmen der letzten Jahre und verstößt klar gegen die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“, sagt ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderungen Dr. Franz-Joseph Huainigg.

„Der Spot mit Kindern, die sich über ihre Zukunft unterhalten, wirkt auf der auf den ersten Blick sehr harmlos, hat es aber in sich“, so Huainigg, der weiter erklärt: „Ein Junge meint im Spot, dass er Knochendoktor, Nervendoktor, Muskeldoktor und Gehirndoktor werden möchte, damit sein behinderter Bruder Fußballspieler werden kann. Damit wird impliziert, dass Behinderung heilbar ist“. Die UN-Konvention und alle Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung der Bundesregierung stellen jedoch die Fähigkeiten und nicht die Defizite in den Vordergrund. „Das medizinische Modell der Behindertenpolitik wurde schon vor Jahren durch das soziale Modell abgelöst. Man ist nicht behindert, man wird behindert. Ich erwarte mir von einem öffentlich-rechtlichen Sender, dass er die Intention der Inklusion, des selbstbestimmten Lebens und der Gleichstellung durch Bewusstseinsmaßnahmen unterstützt und diese nicht konterkariert, wie es durch diesen Spot passiert“, so Huainigg.

Für Huainigg ist der diesjährige „Licht ins Dunkel“-Spot ein starker Rückschritt bei der Darstellung von Menschen mit Behinderungen in den Medien: „Da haben wieder sogenannte PR-Profis Bilder entworfen, die mit der Lebensrealität nichts zu tun haben. Solche Bilder kommen nur zu Stande, wenn Betroffene nicht in die Aktion mit einbezogen werden. Durch solche Spots entsteht ein massiver Schaden, da behinderte Menschen wieder zu den Armenhascherln degradiert werden.“ Huainigg fordert daher ORF- Generaldirektor Wrabetz auf: „Stoppen Sie diesen Spot von „Licht ins Dunkel“ und beziehen Sie in Zukunft Menschen mit Behinderungen in die Aktion mit ein!“


Quelle: APA OTS
AutorIn: ÖVP Parlamentsklub
Zuletzt aktualisiert am: 16.06.2017
Artikel-Kategorie(n): Gleichstellung und Antidiskriminierung, News
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