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Datum: 22.10.2016

Wien Work feiert 35 Jahre wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlichem Mehrwert

Gemeinnütziger Arbeitgeber leistet einen wesentlichen Beitrag zur Inklusion und erwirtschaftet 65 Prozent seiner Gesamtkosten selbst

1981 als Geschützte Werkstätten für Wien gegründet, hat sich Wien Work in den letzten 35 Jahren zum modernen Dienstleistungsunternehmen mit einem breit gefächerten Portfolio entwickelt. Unter der Geschäftsführung von Wolfgang Sperl baut das Unternehmen mit derzeit 687 Mitarbeitern sein Angebot laufend aus und investiert am neuen Standort in aspern Seestadt in die Zukunft.

„Die integrativen Betriebe von Wien Work vereinen wirtschaftliches Denken mit intensiver sozialer Betreuung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit realisieren wir nicht nur einen zukunftsträchtigen Weg für ein gutes gesellschaftliches Miteinander, sondern können auch 65 Prozent unserer Kosten selbst erwirtschaften und unsere Wettbewerbsfähigkeit durch professionelle Dienstleistungen unter Beweis stellen“, sagt Sperl anlässlich des runden Jubiläums.

Wien Work wächst mit den Anforderungen der Zeit und des Arbeitsmarktes

Der Auftrag an das soziale Unternehmen hat sich in den letzten 35 Jahren deutlich geändert. Ursprünglich sollten im kleinen Werkstättenzentrum im 15. Wiener Gemeindebezirk Arbeitsplätze für behinderte Menschen geschaffen werden, um diese nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren und ihnen neue Perspektiven der Selbstbestimmung zu bieten.

Obwohl dieser Grundauftrag nach wie vor im Fokus von Wien Work steht, widmet sich das vielseitige Unternehmen heute auch der Lehrlingsausbildung sowie Berufsberatung und beteiligt sich an unterschiedlichen europäischen Projekten. Bei Wien Work finden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Lernbehinderungen, physischen und sensorischen Behinderungen oder chronischen Erkrankungen einen attraktiven Arbeitsplatz in einem modernen Unternehmensumfeld.

Die Zukunft beginnt in aspern Seestadt

Bereits letztes Jahr konnte Wien Work auf rund 6.300 Quadratmetern die neuen Werkshallen in aspern Seestadt beziehen, wo es den aufstrebenden Stadtteil mit einem attraktiven Dienstleistungsangebot wie Möbeltapezierung, Textilreinigung und Digital Media (Copy Shop) aktiv mitgestaltet und bereichert. 2017 wird schließlich die neue Firmenzentrale im pulsierenden, neuen Stadtteil eröffnen und unter anderem mit einer großen Kantine für weitere Angebote in aspern Seestadt sorgen.

Bereits jetzt sind Werkstätten inklusive Lehrlingsausbildung der Sparten Holztechnik, Metalltechnik, Facility Service (Reinigung und Grünflächenbetreuung), Renovierung (Maler-, Fliesenleger-, Maurer- und Bodenlegerarbeiten) sowie eine Großwäscherei/Textilreinigung in aspern Seestadt angesiedelt.

Historische Höhepunkte in der Entwicklung eines modernen arbeitsmarktpolitischen Dienstleistungsunternehmens

Nach Gründung der Geschützten Werkstätten für Wien im Jahr 1981 werden das Werkstättenzentrum im 15. Wiener Gemeindebezirk im März 1984 durch Bundesminister Alfred Dallinger feierlich eröffnet und bereits 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezählt. 1986 wird das Unternehmen mit dem Hauptpreis der Anton Benya-Stiftung ausgezeichnet. 1987 folgen eine Erweiterung der Tischlerei und die Eröffnung eines Werkstättenladens für Eigenprodukte. 1988 wird eine Zweigstelle in Gmünd eröffnet, die 1992 um ein eigenes Gebäude erweitert wird. Im selben Jahr folgt auch der Standort in Simmering und ein Jahr später die Übernahme der Lehrwerkstätte Stadlau von der Lebenshilfe Wien.

1996 kauft das Unternehmen den vormals geleasten Standort in Simmering und zählt bereits knapp 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unter den neuen Eigentümern KOBV (Kriegsopfer und Behindertenverbände in Österreich) und Volkshilfe Österreich übernimmt Sperl 2000 die Geschäftsführung und sorgt für die Neuausrichtung des Unternehmens ab 2001 unter dem Namen „Wien Work integrative Betriebe und AusbildungsgmbH“. 2003 kann sich das Unternehmen über die Auszeichnung mit dem Qualitätssiegel Ökoprofit freuen. Bereits 2004 startet das Clearingprojekt „school’s out – jobs’s in“ in Floridsdorfer Hauptschulen.

2005 werden eine Ausbildungsküche sowie der sozialökonomische Betrieb „Michl’s“ eröffnet. Bei der Feier zum 30-jährigen Bestehen wird Wien Work im Wiener Rathaus mit dem Sozialgütesiegel ausgezeichnet. 2013 erfolgt der Spatenstich für die neue Werkshalle in aspern Seestadt.

Link

www.wienwork.at


Quelle: APA OTS
AutorIn: Redaktion
Zuletzt aktualisiert am: 18.06.2017
Artikel-Kategorie(n): Arbeitsintegration und unterstützte Beschäftigung, News
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