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Datum: 30.04.2019

Behindertenverbände fordern Maßnahmen für mehr Inklusion am Arbeitsmarkt

Foto zeigt: Junge Frau mit Behinderung arbeitet am Computer. Hinter ihr ist eine Assistentin. Text: Inklusiver Arbeitsmarkt - Chancen für alle

Fotoquelle (c) shutterstock | Bildmontage Text mit Foto (c) behindertenarbeit.at

Anlässlich des Tags der Arbeitslosen fordern SLIÖ, der ÖBR, dabei-austria und die Behindertenanwaltschaft einen Inklusiven Arbeitsmarkt als Schwerpunkt für den neuen NAP Behinderung 2021-2030.

Als eine neue Chance, einen Arbeitsmarkt mit einer gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu realisieren, sieht Behindertenanwalt Hansjörg Hofer die Erstellung des neuen „Nationalen Aktionsplans (NAP) Behinderung“ für die Jahre 2021 bis 2030.

Die statistischen Zahlen zeigen, dass noch ein sehr langer Weg zu beschreiten ist, um dieses Ziel zu erreichen. Wie dabei-austria in der Pressemitteilung feststellt, hat sich die Arbeitslosenquote unter behinderten Menschen in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Die Statistik zeigt auch, dass die Erwerbsquote bei behinderten Menschen wesentlich niedriger ist als im Gesamtdurchschnitt, d.h. das Risiko, arbeitslos zu sein ist für Menschen mit Behinderung noch immer viel höher als für nichtbehinderte.

Um Lösungen zu finden, haben sich der Österreichische Behindertenrat (ÖBR), der Dachverband Selbstbestimmt Leben Österreich – SLIÖ, der Dachverband berufliche Integration Austria – dabei-austria, die Behindertenanwaltschaft und andere Behindertenorganisationen zusammengeschlossen und gemeinsame Vorschläge für einen inklusiven Arbeitsmarkt erarbeitet.

dabei-austria: Feststellung der Arbeitsunfähigkeit bei Jugendlichen nicht mehr durchführen!

Während die Forderungen des ÖBR und des Behindertenanwalts sehr allgemein gehalten sind, wird Markus Neuherz von dabei-austria konkret. Sein Focus liegt bei jungen Menschen mit Behinderung, die oft schon am Anfang ihrer möglichen Berufslaufbahn ins Abseits gedrängt werden. „Jugendlichen mit Behinderungen wird viel zu oft schon direkt nach der Schule Arbeitsunfähigkeit attestiert. Damit bleibt diesen Jugendlichen Unterstützung vom AMS und den NEBA Angeboten verwehrt“, so Neuherz. Diese gängige Praxis soll geändert werden, damit alle Menschen mit Behinderung die Möglichkeit bekommen, am Arbeitsleben teilzunehmen. Dafür sollen mehr Angebote geschaffen werden, die es auch Jugendlichen mit komplexem Unterstützungsbedarf ermöglichen, eine Ausbildung zu absolvieren.

SLIÖ: Erfolgs-Modell der Persönlichen Assistenz am Arbeitsplatz ausbauen!

Bernadette Feuerstein, Vorsitzende von SLIÖ, weist auf das Erfolgsmodell PAA hin: „Neben 2.500 Stellen für behinderte Fachkräfte, könnten weitere 5.000 qualifizierte Assistenzarbeitsplätze geschaffen werden.“ Die PAA ist schon jetzt ein Grundpfeiler für viele behinderte Menschen, um ihr Arbeitsleben erfolgreich organisieren zu können. Feuerstein sieht jedoch viel Potential, das noch nicht genutzt wird. Sie fordert einen raschen Ausbau in allen Bundesländern und die Erweiterung des Nutzerkreises. Menschen mit Lernschwierigkeiten etwa sind bisher von der Möglichkeit, PAA finanziert zu bekommen, ausgeschlossen.

Behindertenanwalt: Nachhaltige Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt

Im Hinblick darauf, dass demnächst der Startschuss für die Erstellung des NAP Behinderung 2021 bis 2030 fällt, sollen diese Vorschläge den politischen Entscheidungsträgeren als Orientierung dienen. „Der neue Nationale Aktionsplan Behinderung eröffnet die Möglichkeit zu einer strategischen Neuausrichtung.“, so Hofer und weiter, „nicht nur aus menschrechtlichen Erwägungen wäre es geradezu fahrlässig, wenn diese Chance ungenutzt bliebe.“


Quelle

www.OTS.at / dabei-austria | 30.04.2019
Presseaussendung vom 29.04.2019 | Tag der Arbeitslosen: Nationaler Aktionsplan 2021 – 2030 muss zu einem Inklusiven Arbeitsmarkt führen


AutorIn: Redaktion
Zuletzt aktualisiert am: 04.05.2019
Artikel-Kategorie(n): Arbeitsintegration und unterstützte Beschäftigung, News
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