Datum: 26.06.2017

Volkshilfe fordert Abschaffung des Pflege-Regresses

volkshilfe Österreich

Barbara Gross: Langfristige Pflegefinanzierung verknüpft mit Qualitätsstandards besonders wichtig.

Beim heutigen Pflegegipfel von Sozialminister Alois Stöger mit den zuständigen LandesrätInnen wurden wichtige Punkte auf dem Weg zu einem Pflegesystem der Zukunft angesprochen. Ein Punkt liegt der Präsidentin der Volkshilfe Österreich Barbara Gross besonders am Herzen: “Der Pflegeregress muss weg, er bedeutet eine 100%ige Steuer für pflegebedürftige Menschen. Der Pflegeregress führt häufig dazu, dass Menschen, die sich durch jahrzehntelange harte Arbeit etwas aufgebaut haben, mit einem Mal alles verlieren. Am Ende des Lebens finden sich pflegebedürftige Menschen als HilfsempängerInnen wieder, das ist nicht mehr zeitgemäß“. Daher unterstützt die Volkshilfe Österreich Bundeminister Stöger in seiner Forderung, den Pflegeregress abzuschaffen, das Lebensrisiko Pflege solidarisch abzudecken und durch Vermögenssteuern zu finanzieren.

Der Direktor der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger weist auch auf die Belastungen für die vielen Beschäftigten im Bereich der mobilen und stationären Pflege hin: „Der Kostendruck führt dazu, dass qualitätsvolle Betreuung an ihre Grenzen kommt. Daher ist es auch nötig, im Rahmen einer Neuregelung des Bereichs mehr Zeit für die Pflege sicher zu stellen. Die MitarbeiterInnen in diesem Bereich haben sich das auch als Zeichen der Anerkennung ihrer wichtigen Arbeit mehr als verdient.“

Die demografischen Entwicklung stellt uns vor große Herausforderungen in der Zukunft. „Daher kommt der langfristigen Finanzierung der Pflege und Betreuung in einer alternden Gesellschaft besondere Bedeutung zu, auch dabei unterstützen wir Bundesminister Stöger.  Wir sind überzeugt davon, dass uns ein würdevolles Leben für die ältere Generation mehr Wert sein muss. Aber es ist auch klar, dass es dafür einen österreichweiten Masterplan mit klar definierte Qualitätskriterien und Standards und eine einheitliche Kontrolle braucht. Hier sind die Länder gefordert, sich konstruktiv einzubringen“, so Präsidentin Gross und Direktor Fenninger abschließend.


Quelle: APA OTS
AutorIn: Volkshilfe Österreich
Zuletzt aktualisiert am: 25.06.2017
Artikel-Kategorie(n): News, Pflegegeld und Pflegevorsorge
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