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Datum: 18.03.2018

Stephen Hawking ist tot – Physik-Popstar war auch Behinderten-Ikone

Stephen Hawking

Stephen Hawking, Schwerelosigkeit, Foto: AP

Das Wissenschaftsgenie Hawking ist am 14. März 2018 gestorben. Er hinterlässt nicht nur Erkenntnisse in der Astrophysik sondern kann auch Vorbild für behinderte Menschen sein.

Die „Hawking-Strahlung“ ist eine der herausragenden Entdeckungen, die die Welt der Theoretischen Physik dem Wissenschaftsgenie Stephen Hawking zu verdanken hat.

Aber hier soll nicht weiter auf den Wissenschaftler Hawking eingegangen werden sondern auf den Menschen Hawking, der ein Kämpfer war, ein Kämpfer mit Behinderung.

In manchen Artikeln über ihn ist sehr pathetisch zu lesen, er hätte sich nach seiner ALS-Diagnose und der fortschreitenden Lähmung seines Körpers in die theoretische Gedankenwelt zurückgezogen. Welch eine Fehldarstellung! Ganz im Gegenteil: Hawking war immer inmitten der Gesellschaft unterwegs, hat die halbe Welt bereist, hat Veranstaltungen und Vorträge organisiert, hat sich um seine Studenten gekümmert.

Dabei war Hawking auch im Behindertenbereich umtriebig. Er verfasste etwa zum „World Report on Disability“ 2011 ein Vorwort. Darin sagt er u.a.:

Ich kann mich auf ein Team von Persönlichen AssistentInnen verlassen, die es mir ermöglichen, in Komfort und Würde zu leben und zu arbeiten.
Mein Zuhause und mein Arbeitsplatz wurden zugänglich gestaltet.
Computer-Experten haben mir ein zugänglichen Kommunikationssystem mit Sprachausgabe zur Verfügung gestellt, welches mir ermöglicht, Vorträge zu halten und Papiere zu verfassen und mit verschiedenen Leuten zu kommunizieren.

2007 flog Hawking sogar in die Schwerelosigkeit mit dem Zero Gravity Comet in Florida. Wie seine Persönliche Assistentin Judith Croasdell in einem Interview der Website PALife berichtet, dauerten die Vorbereitungen für dieses Vorhaben Monate. Aber Stephen Hawking ließ sich nicht davon abhalten, das Leben in vollen Zügen zu leben.

Stephen Hawking war gewiss ein brillianter Denker, aber er hat sich niemals in die Gedankenwelt zurückgezogen, er stand (fast) immer mit beiden Beinen kämpferisch und voller Tatendrang am Boden, und das ist es, was mir an ihm imponiert.


AutorIn: Thomas Stix
Zuletzt aktualisiert am: 21.03.2018
Artikel-Kategorie(n): News, Selbstbestimmtes Leben
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